5 November 2023

Geiselnahme auf Hamburger Airport zu Ende – Kind befreit

Gl├╝ckliches Ende einer mehr als 18-st├╝ndigen Nervenschlacht am Hamburger Flughafen: Eine Geiselnahme ist am Sonntagnachmittag auf dem Rollfeld unblutig zu Ende gegangen. „Der Tatverd├Ąchtige hatte zusammen mit seiner Tochter das Auto verlassen“, schrieb die Polizei auf X, fr├╝her Twitter. „Der Mann wurde widerstandslos von den Einsatzkr├Ąften festgenommen. Das Kind scheint unverletzt zu sein.“

Seit Samstagabend hatte der bewaffnete Geiselnehmer die Polizei in Atem gehalten. Der 35-J├Ąhrige durchbrach gegen 20.00 Uhr mit seinem Auto samt Tochter eine Absperrung am Tor zum Vorfeld des Airports. Er schoss auf dem Gel├Ąnde in die Luft und warf Brands├Ątze aus dem Wagen. Mehr als 18 Stunden lang stand sein Auto danach neben einer Maschine der Turkish Airlines.

Vorausgegangen war laut Polizei wohl ein Sorgerechtsstreit mit der Mutter. Die Nacht hindurch und auch am Sonntag stand die Polizei in Verhandlungen mit dem Mann. Der Flugbetrieb ruhte.

Die Ehefrau des Geiselnehmers, die sich in Stade bei Hamburg aufgehalten haben soll, hatte sich nach Angaben eines Sprechers wegen m├Âglicher Kindesentziehung bei der Landespolizei gemeldet. Die Frau hielt sich am Sonntag am Airport auf.

Der Flughafen war wegen der Geiselnahme weitr├Ąumig gesperrt. Nach Angaben des Flughafens vom Sonntagvormittag waren seit dem eigentlichen Betriebsbeginn um 6.00 Uhr bis 11.00 Uhr bereits 126 Fl├╝ge gestrichen worden. F├╝nf Ank├╝nfte seien zu anderen Flugh├Ąfen umgeleitet worden. F├╝r den gesamten Tag seien eigentlich 286 Fl├╝ge – 139 Abfl├╝ge und 147 Ank├╝nfte – mit rund 34 500 Passagieren geplant. Wie viele davon tats├Ąchlich stattfinden k├Ânnen, ist laut Flughafen unklar. Bereits am Samstag waren 27 Fl├╝ge mit rund 3200 Passagieren betroffen.

(text:sda/bild:keystone)