9 M├Ąrz 2021

Bund rechnet mit hohem Anstieg der Verschuldung

Wegen der Corona-Krise erwartet die Eidg. Finanzverwaltung (EFV) in diesem und im n├Ąchsten Jahr einen deutlichen Anstieg der Verschuldung von Bund, Kantonen und Sozialversicherungen. Trotzdem blieben die ├Âffentlichen Finanzen nach wie vor in einer soliden Verfassung.

2019 hatten die ├Âffentlichen Haushalte mit einer ├ťberschussquote des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,4 Prozent noch das beste Ergebnis seit 2008 erzielt, wie die EFV am Dienstag gem├Ąss den provisorischen Resultaten mitteilte. Sowohl Bund, als auch die Kantone und die Sozialversicherungen erzielten ├ťbersch├╝sse.

Doch im letzten Jahr f├╝hrte die Pandemie zu hohen Steuerausf├Ąllen beim Bund. Zusammen mit den stark gestiegenen Ausgaben in den meisten Teilsektoren resultierte ein Defizit von 2,6 Prozent des BIP. Die Kosten f├╝r die finanzpolitischen Massnahmen auf Bundes- und Kantonsebene beliefen sich auf rund 17 Milliarden Franken.

F├╝r das laufende Jahr erwartet die EFV unter anderem wegen der H├Ąrtefallmassnahmen zus├Ątzliche Kosten von 23 Milliarden f├╝r den Gesamtstaat. Das Defizit d├╝rfte damit 3,5 Prozent des BIP erreichen.

Deswegen m├╝sse f├╝r 2021 gemessen an der Fremdkapitalquote auch mit einem Anstieg der Schuldenquote auf 45,7 Prozent des BIP gerechnet werden. Trotzdem bleibe die Schuldenquote der Schweiz im internationalen Vergleich tief.

(text:sda/bild:pixabay)