12 April 2021

FCB-Besitzerstreit geht in die nächste Runde

Der Besitzer-Streit um den FC Basel zwischen Bernhard Burgener und David Degen ist um einen Schachzug reicher. Der Verwaltungsrat st√ľtzt die Pl√§ne Burgeners. Eine Einigung kommt aber nicht zustande.

Am Montagmorgen tagte der Verwaltungsrat der FC Basel Holding AG. Dabei stimmte das vierk√∂pfige Gremium, dem neben Burgener und Degen auch Karl Odermatt und Peter von B√ľren angeh√∂ren, in seiner Mehrheit den Pl√§nen des bisherigen Besitzers zu. Er forderte Degen dazu auf, seinen Aktienanteil dem potenziellen K√§ufer, der Basel Dream & Vision AG, zu verkaufen, wie einer Mitteilung der Holding zu entnehmen ist.

Dabei st√ľtzt sich der Verwaltungsrat auf ein vertraglich festgesetztes Recht, das Burgener es erlaubt, beim Verkauf seiner eigenen Anteile auch jene der Minderheitsaktion√§re zu gleichen Konditionen anzubieten. Dieses sogenannte Drag-along-Recht gehe dem Vorkaufsrecht von Degen vor, heisst es von Seiten des Verwaltungsrates.

Damit haben nun Burgener und sein Team einen Zug gemacht in diesem Besitzer-Streit. Degen pocht auf sein Vorkaufsrecht, das er f√ľr 16,4 Millionen Franken aus√ľben will. Mit einer superprovisorischen Verf√ľgung hat der fr√ľhere Spieler bis jetzt verhindert, dass Burgener seinen 80-Prozent-Anteil an die Basel Dream & Vision AG verkaufen konnte. An der neuen Firma w√§re auch der britische Verm√∂gensverwalter Centricus beteiligt. Die Stimmmehrheit h√§tte weiterhin Burgener.

Gem√§ss der Mitteilung der FC Basel Holding AG streben Burgener und Degen „im Interesse des FCB“ rasch eine aussergerichtliche Einigung an.

(text:sda/bild:pixabay)