6 Dezember 2021

EZB will Euro-Banknoten neu gestalten

20 Jahre nach Einf├╝hrung des Euro-Bargeldes st├Âsst die Europ├Ąische Zentralbank (EZB) einen Prozess zur Neugestaltung der Euro-Banknoten an. Die Notenbank werde „dabei mit den europ├Ąischen B├╝rgerinnen und B├╝rgern in einem Verfahren zusammenarbeiten, das 2024 zu einer endg├╝ltigen Entscheidung f├╝hren d├╝rfte“, teilte die EZB am Montag in Frankfurt mit.

„Nach 20 Jahren ist es an der Zeit die Gestaltung unserer Banknoten unter die Lupe zu nehmen, und sie so zu gestalten, dass sich Europ├Ąerinnen und Europ├Ąer unabh├Ąngig von Alter oder Hintergrund besser mit ihnen identifizieren k├Ânnen“, liess EZB-Pr├Ąsidentin Christine Lagarde mitteilen.

Geplant ist ein mehrstufiger Prozess: Im ersten Schritt werden Fokusgruppen gebildet, die von den Menschen im gesamten Euroraum Meinungen zu m├Âglichen Themen f├╝r die k├╝nftigen Euro-Banknoten einholen sollen. Anschliessend wird eine Themenberatungsgruppe, in der jeweils eine Expertin oder ein Experte aus jedem Land des Euroraums vertreten ist, dem EZB-Rat eine Auswahl neuer Themen vorschlagen.

Die EZB wird dann die ├ľffentlichkeit um ihre Meinung zu den ausgew├Ąhlten Themen bitten. Anschliessend soll ein Design-Wettbewerb zu den neuen Banknoten stattfinden. Nach Abschluss des Gestaltungsverfahrens wird der EZB-Rat ├╝ber die Herstellung der neuen Scheine und deren m├Âgliche Ausgabetermine entscheiden.

F├╝r 11 der damals 15 Mitgliedstaaten der Europ├Ąischen Union wurde der Euro am 1. Januar 1999 gesetzliches Zahlungsmittel – zun├Ąchst nur elektronisch, vom 1. Januar 2002 an dann auch in Form von Schein und M├╝nze. Heute ist der Euro f├╝r gut 340 Millionen Menschen in 19 EU-Staaten offizielles Zahlungsmittel.

Die Sicherheitsmerkmale der Scheine als F├Ąlschungsschutz wurden in den vergangenen Jahren ├╝berarbeitet und erweitert. Seit 2019 ist die zweite Euro-Banknoten-Generation komplett. Die Motive auf den Banknoten blieben erhalten: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt, zieren auch die zweite Generation der Euro-Banknoten. Die Grundfarben der Scheine haben sich ebenfalls nicht ge├Ąndert.

(text:sda / bild:keystone)