5 Mai 2021

Externe Untersuchung zu GewaltvorwĂŒrfen in Bundesasylzentren

Eine externe Untersuchung soll klÀren, ob es in den Asylzentren des Bundes zu unverhÀltnismÀssigen Gewaltanwendungen und Vertuschungen gekommen ist. Der Bund soll in diesem Zusammenhang mehr als ein Dutzend Sicherheitsleute suspendiert haben.

Das Staatssekretariat fĂŒr Migration (SEM) hat nach Recherchen des Politmagazins „Rundschau“ von Schweizer Fernsehen SRF sowie der „Wochenzeitung“ die entsprechenden Untersuchungen eingeleitet. „Hier liegt ein Mass vor, das mich veranlasst hat, eine externe Untersuchung anzuordnen“, begrĂŒndet Mario Gattiker, StaatssekretĂ€r fĂŒr Migration, den Schritt im vorab veröffentlichten TV-Beitrag.

Das SEM mĂŒsse wissen, was passiert sei, „auch damit wir die entsprechenden Konsequenzen ziehen können“. Alt Bundesrichter Niklaus Oberholzer leitet die externe Untersuchung, wie das SEM am Mittwoch mitteilte. GemĂ€ss Medienberichten hat das SEM 14 Sicherheitsleute suspendiert und fĂŒr weitere EinsĂ€tze in den Bundesasylzentren gesperrt.

In den geschilderten Fallbeispielen ist von Provokationen und SchlÀgen durch Sicherheitspersonal die Rede. Dabei sollen auch Bewohner verletzt worden sein und Spitalpflege benötigt haben. In mehreren FÀllen soll das Sicherheitspersonal VorgÀnge in Rapporten verfÀlscht dargestellt haben.

(text:sda/bild:unsplash)