29 April 2021

Ex-Astronaut und Mond-Chauffeur Michael Collins ist tot

Der fr├╝here Nasa-Astronaut Michael Collins, der w├Ąhrend der Mondlandung seiner Kollegen Neil Armstrong und Buzz Aldrin Warteschleifen in der Kommandokapsel drehte, ist tot. Collins sei am Mittwoch im Alter von 90 Jahren an Krebs gestorben, teilte seine Familie mit.

“Er hat seine letzten Tage friedlich im Kreis seiner Familie verbracht”, hiess es in einer Mitteilung. “Wir werden ihn schrecklich vermissen. Aber wir wissen auch, wie gl├╝cklich er sich gef├╝hlt hat, das Leben zu leben, das er gelebt hat. Wir werden seinem Wunsch nachkommen, dieses Leben zu feiern und nicht zu trauern.”

Die USA h├Ątten einen “wahren Pionier und lebenslangen Erkundungs-Aktivisten” verloren, sagte der kommissarische Nasa-Chef Steve Jurczyk.

Der 1930 in Italien als Sohn eines US-Milit├Ąrattach├ęs geborene Collins hatte es nach dem Abschluss der Milit├Ąrakademie West Point 1963 in die Astronautenauswahl der Nasa geschafft. Kurz darauf wurde er Pilot der “Gemini 10”-Mission, der ersten, bei der das Raumschiff an gleich zwei Satelliten nacheinander andockte. Dabei wurde er auch der erste Mensch, der sich im Weltall von einem Flugk├Ârper zum anderen bewegte.

1969 wurde Collins Teil der “Apollo 11”-Mission, bei der seine Kollegen Armstrong und Aldrin als erste Menschen den Mond betraten – w├Ąhrend Collins in der Kommandokapsel “Columbia” Warteschleifen drehte. Oft wurde er deshalb als “vergessener dritter Astronaut” oder “einsamster Mensch der Geschichte” bezeichnet – auch wenn er diese Darstellung immer wieder zur├╝ckwies.

Collins schied 1970 aus der Nasa aus. Er wurde unter Pr├Ąsident Richard Nixon Staatssekret├Ąr im Aussenministerium und leitete sp├Ąter das Museum f├╝r Luft- und Raumfahrt in der US-Hauptstadt Washington.

Mit seinem Tod ist von den Apollo-11-Astronauten nur noch Aldrin am Leben. Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, starb 2012.

(text:sda/bild:unsplash)