4 M├Ąrz 2022

Erster Abfahrtssieg f├╝r Niels Hintermann

F├╝nf Jahre nach seinem Sensationssieg in der Kombination von Wengen gewinnt Niels Hintermann in Kvitfjell sein zweites Weltcuprennen – zusammen mit dem unbekannten Kanadier Cameron Alexander.

F├╝r einmal schlugen die jungen Wilden den ansonsten bestimmenden Routiniers ein Schnippchen: Der 26-j├Ąhrige Hintermann siegte in der ersten von zwei Abfahrten innert 24 Stunden zeitgleich mit dem zwei Jahre j├╝ngeren Cameron Alexander, der zwar noch ein weitestgehend unbeschriebenes Blatt ist im Weltcup, der aber schon in den Trainings wie Hintermann ├╝berzeugt hatte. Die Abfahrtscracks Matthias Mayer, Beat Feuz und Aleksander Kilde belegten die Pl├Ątze 3, 4 und 5.

Hintermann und Alexander waren auf der wenig selektiven Olympia-Strecke von 1994 zw├Âlf Hundertstel schneller als Mayer. Feuz fehlten als Vierter 19 Hundertstel, um als erster Fahrer seit Bill Johnson 1984 als Abfahrts-Olympiasieger auch die erste Abfahrt nach den Winterspielen zu gewinnen.

In der Disziplinenwertung f├╝hrt Kilde bei zwei ausstehenden Abfahrten noch drei Punkte vor dem 35-j├Ąhrigen Emmentaler, der die Wertung zuletzt viermal in Folge f├╝r sich entschieden hat. Mayer verk├╝rzte seinen R├╝ckstand auf 28 Punkte. Marco Odermatt wurde als drittbester Schweizer F├╝nfzehnter, zwei Pl├Ątze vor Stefan Rogentin. Der Vorsprung des Nidwaldners auf Kilde im Gesamtweltcup betr├Ągt nach wie vor komfortable 346 Punkte.

Hintermann hatte bereits im letzten Winter angedeutet, dass er zu den schnellsten Abfahrern aufgeschlossen hat. Abermals wurde er aber von einer Verletzung ausgebremst. In dieser Saison schaffte er es nach den 3. Pl├Ątzen in Val Gardena und Bormio bereits zum dritten Mal auf das Podest.

„Das ist mein erster richtiger Sieg. 2017 hatte ich mit Frau Holle eine grosse Helferin an meiner Seite“, sagte Hintermann im SRF-Interview mit einem breiten Strahlen. Mit Startnummer 17 blieb der Z├╝rcher dank viel Feingef├╝hl ohne jeden Fehler. „Ich habe gesp├╝rt, dass es eine wirklich gute Fahrt ist. Dass im Ziel aber die ‚1‘ aufleuchtet, h├Ątte ich trotzdem nicht geglaubt. Ich hoffte auf die Top 5.“

(text:sda/bild:keystone)