31 Januar 2023

Ermittlungen nach Messerangriff mit drei Verletzten im EU-Viertel

Polizei und Staatsanwaltschaft setzen ihre Ermittlungen nach einer Messerattacke in unmittelbarer NĂ€he der EU-Kommission fort. Nach dem Vorfall mit drei Verletzten – davon einer lebensgefĂ€hrlich, wie eine Polizeisprecherin sagte – hiess es am Montagabend von Seiten der Staatsanwaltschaft lediglich, dass es keine Hinweise auf Terror gebe. Weitere Details zum Motiv und möglichen HintergrĂŒnden der Tat wurden nicht mitgeteilt.

Genau zur Feierabendzeit war es zu der Attacke in einer belebten U-Bahn-Station gekommen. Ein Mann soll die Verletzten mit einem Messer angegriffen haben. In sozialen Medien verbreitete Aufnahmen sollen zeigen, wie die Polizei den VerdÀchtigen mit vorgehaltener Waffe dazu bringt, sich auf den Boden zu legen. In belgischen Medien hiess es, ohne eine genaue Quelle zu nennen, der VerdÀchtige sei bereits psychisch auffÀllig geworden.

Der mutmassliche TĂ€ter wurde noch in der U-Bahn-Station festgenommen, wie ein dpa-Reporter vor Ort beobachtete. Der Mann, der ein gestreiftes T-Shirt trug, lag im Eingangsbereich auf dem Bauch, die HĂ€nde auf dem RĂŒcken, wĂ€hrend ein Polizist auf ihm kniete. EinsatzkrĂ€fte mit Hunden schirmten die Szene ab. Einige Minuten zuvor hatten Passanten gerufen: „Er hat ein Messer“, wie eine dpa-Reporterin um kurz vor 18.00 Uhr in der Station hörte.

Wie auf Fotos zu sehen ist, behandelten RettungskrÀfte einen blutverschmierten jungen Mann direkt vor dem Haupteingang der EU-Kommission, dem Sitz von KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen. Die Station Schuman liegt genau zwischen wichtigen EU-Institutionen und wird von vielen EU-Mitarbeitenden genutzt. So grenzen die EU-Kommission, der Rat der EuropÀischen Union und der AuswÀrtige Dienst der EU direkt an die Station .

Am Abend schrieb BrĂŒssels BĂŒrgermeister Philippe Close auf Twitter: „Messerangriff in der Schuman-Station“. Eine gute Zusammenarbeit der Polizei habe zu einer schnellen Festnahme gefĂŒhrt. EU-RatsprĂ€sident Charles Michel dankte den EinsatzkrĂ€ften und drĂŒckte den Opfern sein MitgefĂŒhl aus.

Wie die BrĂŒsseler Verkehrsbetriebe auf Twitter mitteilten, war der öffentliche Nahverkehr in dem Bereich um die Haltestelle Schumann teilweise wegen des Polizeieinsatzes eingestellt worden.

(text:sda/bild:sda)