4 Januar 2022

Erdbeben der StÀrke 3,2 bei Pruntrut im Kanton Jura

Im Kanton Jura hat in der Nacht auf Dienstag die Erde gebebt. Laut dem Schweizerischen Erdbebendienst der ETH ZĂŒrich hatte der Erdstoss bei Pruntrut eine StĂ€rke von 3,2 auf der Richterskala.

Das Beben ereignete sich nach Angaben des Erdbebendienstes um etwa 01.40 Uhr beim Dorf RĂ©clĂšre ungefĂ€hr 14 Kilometer sĂŒdwestlich von Pruntrut. Das Erdbeben dĂŒrfte in der NĂ€he des Epizentrums deutlich verspĂŒrt worden sein. SchĂ€den sind bei einem Erdbeben dieser StĂ€rke in der Regel nicht zu erwarten. Das Epizentrum lag in rund 6,5 Kilometern Tiefe.

Zuletzt war am 25. Dezember im Kanton Jura ein Erdbeben gemessen worden – das stĂ€rkste seit 100 Jahren. Der Erdstoss hatte eine StĂ€rke von 4,1. Dieser Erdstoss wurde im Jura verbreitet verspĂŒrt, vereinzelt aber auch im ganzen westlichen Mittelland bis nach Lausanne, Bern, Luzern und den westlichen Kanton ZĂŒrich wahrgenommen. Einige Menschen hatten bei der Polizei angerufen, nachdem sie den Erdstoss verspĂŒrt hatten. Berichte ĂŒber SchĂ€den waren keine bekannt. Nach dem starken Beben kam es zu mehreren Nachbeben.

Ereignet hatte sich das Hauptbeben um etwa 01.00 Uhr in rund 5,9 Kilometern Tiefe. Am nÀchsten beim Epizentrum lag Damvant, das Dorf ganz im Westen des Pruntruter Zipfels in der NÀhe der Grenze zu Frankreich.

In der Schweiz kommt es immer wieder zu meist kleineren Erdbeben. FĂŒr vergangenes Jahr registrierte der Erdbebendienst fĂŒr die Schweiz und das nahe benachbarte Ausland ĂŒber 1100 Erdstösse. Von der Bevölkerung tatsĂ€chlich verspĂŒrt werden pro Jahr etwa 10 bis 20 Erdstösse mit Magnituden ab etwa 2,5.

Das bisher in der Schweiz grösste historisch dokumentierte Erdbeben ereignete sich im Jahre 1356 bei Basel. Es hatte eine Magnitude von 6,6.

(text:sda/bild:unsplash)