28 Juni 2022

Entsetzen nach Angriff auf Einkaufszentrum

Russland steht nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine mit mindestens 16 Todesopfern international am Pranger. So sprachen die Teilnehmer des G7-Gipfels im bayerischen Elmau von einem Kriegsverbrechen und drohten Kremlchef Wladimir Putin mit Konsequenzen. PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bat nachdrĂŒcklich um moderne Luftabwehr-Systeme. Derweil stellte die Ratingagentur Moody’s wegen nicht beglichener Schulden bei internationalen Investoren einen Zahlungsausfall Russlands fest.

Am frĂŒhen Dienstagmorgen wurden Explosionen in der Stadt Mykolajiw gemeldet, wie BĂŒrgermeister Olexander Senkewitsch im Nachrichtendienst Telegram schrieb. Über SchĂ€den und Opfer wurde noch nichts bekannt. Er rief die Einwohner auf, sichere Orte aufzusuchen.

In dem Einkaufszentrum in der Stadt Krementschuk hielten sich Selenskyj zufolge mehr als 1000 Menschen auf. Nach dem Raketeneinschlag wurde das GebÀude von Flammen erfasst und brannte weitgehend aus. Auf Videos war zu sehen, dass hauptsÀchlich nur Betonpfeiler und Metallkonstruktionen stehen blieben. Die Zahl der bestÀtigten Toten stieg laut dem staatlichen Rettungsdienst vom Montagabend auf 16 an. Rund 60 Menschen seien verletzt worden, davon die HÀlfte schwer, teilte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft mit. Sie berichtete auch von mehr als 40 Vermisstenmeldungen.

(text:sda/bild:unsplash)