1 April 2021

Neue Impfdosen und erweiterte Covid-App

Das Bundesamt fĂĽr Gesundheit (BAG) hat zusätzliche 366’000 Impfdosen des Unternehmens Moderna erhalten. Die Lieferung sei am Mittwoch eingetroffen, schrieb das BAG am Donnerstagabend auf Twitter.

Erste Lieferungen seien bereits an die Kantone gegangen. „Damit haben wir gemeinsam mit den Herstellern die Lieferzeit im ersten Quartal erreicht“, teilte das BAG auf Twitter weiter mit. Von April bis Ende Juli wĂĽrden voraussichtlich weitere 8,1 Millionen Impfdosen von Pfizer/Biontech und Moderna folgen.

Auch eine erweiterte Swiss-Covid-App mit einem nationalen Registriersystem dürfte bald verfügbar sein. Die Arbeiten des Bundes, die ETH-App Notfy-Me zu integrieren sind laut Marcel Salathé, Epidemiologe an der ETH Lausanne, schon weit fortgeschritten.

Mit der App Notify-Me von der ETH-Lausanne können alle Personen in einem Restaurant oder an einer Veranstaltung rasch registriert und vor einer möglichen Corona-Infektion gewarnt werden. Auf dem Gelände der ETH-Lausanne kommt die App bereits seit Januar zum Einsatz.

Dagegen ist eine Pandemie-Versicherung vom Tisch. Der Bund verfolgt entsprechende Pläne nicht weiter. Zum jetzigen Zeitpunkt fehlten klare Anzeichen, dass die Unternehmen eine obligatorische Versicherung wollten, hiess es zur Begründung.

Unternehmen sollten sich künftig gegen die wirtschaftlichen Folgen von Pandemien versichern lassen. Dies war das Projekt, das die Bundesverwaltung mit Vertretern aus der Versicherungsbranche im Juni vergangenen Jahres lancierten. Eine Arbeitsgruppe prüfte im Auftrag von Finanzminister Ueli Maurer die Machbarkeit eines solchen Konzepts und arbeitete Vorschläge aus.

Die breite Unterstützung aus dem Unternehmenssektor für eine Pandemie-Versicherung fehle zurzeit, teilte nun am Donnerstag das Eidgenössische Finanzdepartement mit. Besonders das Obligatorium stosse auf Ablehnung. Die zu entrichtenden Prämien würden als Steuern aufgefasst.

Unterdessen nahmen die Ansteckungen mit dem Coronavirus innert einer Woche um knapp einen Fünftel zu. Vom 22. bis 28. März stiegen sie laut dem neusten Wochenbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG) um 19,5 Prozent. Auch die Zahl der Hospitalisierungen stieg leicht, während es etwas weniger Todesfälle gab.

(text:sda/bild:archiv)