23 April 2021

Der FC Thun verliert den Spitzenkampf gegen GC mit 3:1

In der ersten Halbzeit war GC klar die bessere Mannschaft, hatte mehr Ballbesitz, mehr Chancen und setzte die Thuner oft schon früh unter Druck. Trotzdem waren es die Berner Oberländer, die in der siebten Spielminute durch Topskorer Saleh Chihadeh extrem glücklich in Führung gingen. GC-Kapitän Aleksandar Cvetkovic traf bei einem Befreiungsversuch den Fuss von Chihadeh, von dort fand der Ball dann der Weg ins Tor und somit zur 1:0-Führung.

Die Zürcher waren im Anschluss sehr bemüht, diese Führung mit allem was sie besitzen zu verteidigen. Kurz vor der Pause, in der 43. Spielminute geschah dann aber, was geschehen musste, nach einer Ecke von Petar Pusic stieg Dominik Schmid am höchsten und köpfte das Leder zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Mit diesem Ergebnis gingen die beiden Mannschaften in die Pause.

Die erste Halbzeit begann, wie die gesamte erste Halbzeit lief, die ZĂĽrcher waren am DrĂĽcker und suchten das 2:1 vehement. Und tatsächlich in der 51. Minute knackten sie den Oberländer-Abwehrriegel ein zweites Mal. Wobei Abwehrriegel hier wohl der falsche Ausdruck ist, denn die Thuner-Verteidiger waren nicht mehr als staunende Zuschauer bei Shkelqim Demhasaj’s Traumsolo im Strafraum der Thuner. Zu guter letzt hatte er sogar noch das Auge fĂĽr seinen Mitspieler Ermir Lenjani, dieser hatte keine MĂĽhe den Ball aus wenigen Metern ins praktisch leere Tor einzuschieben – 1:2 aus Sicht der Thuner.

10 Minuten später in der 62. Minute kam dann bereits die Vorentscheidung. Petar Pusic, der der Schweizer Nachwuchsnationalspieler, konnte eiskalt zur 3:1 Führung einnetzen. Wiederum machte die Thuner Hintermannschaft nicht die beste Falle. Mit nur einem Pass war die gesamte Verteidigung ausgehebelt und GC liess sich diese Überzahlsituation nicht nehmen.

Im Anschluss waren die Thuner bemĂĽht ihre Nervosität abzulegen, sie kamen zu einigen Chancen mit Karlen, Chihadeh und auc Kyeremateng – zwingend waren jedoch nicht alle. Schliesslich war es wieder GC, denen der nächste Treffer gelang, allerdings wurde dieser wohl zu recht wegen Abseits aberkannt.

Thun war bis zum Schlusspfiff zu keiner Reaktion mehr fähig und so ging dieses Spie schlussendlich verdient mit 3:1 verloren. Mit dieser Niederlage wird der 1. Tabellenplatz der Challenge League und der damit verbundene direkte Aufstieg immer unwahrscheinlicher – Leader GC hat nun fĂĽnf Spiele vor Saisonende bereits 7 Punkte Vorsprung. Allerdings ist der Kampf um den Barrageplatz noch spannend, dies trotzdem, dass der FC Aarau im Parallelspiel gegen Winterthur nur unentschieden gespielt hat.

Das nächste Spiel fĂĽr den FC Thun steht schon am nächsten Freitag an – Chiasso ist Gast in der Stockhornarena.

(text:ye/bild:beo)