12 März 2021

Bundesrat will zweiten √Ėffnungsschritt – Zeitpunkt bleibt offen

Der Bundesrat sieht in einem zweiten √Ėffnungsschritt weitgehende Lockerungen vor. Wann und in welcher Form diese in Kraft treten k√∂nnen, ist aber noch offen. Der Bundesrat entscheidet in einer Woche √ľber das weitere Vorgehen. Zuerst holt er verschiedene Reaktionen ab.

Seit einigen Tagen steigen die Fallzahlen wieder. „Vieles deutet auf eine dritte Welle hin“, schreibt der Bundesrat am Freitag in einer Mitteilung. Die n√§chsten Tage d√ľrften Klarheit bringen. Eine gute Ausgangslage f√ľr einen raschen zweiten √Ėffnungsschritt am 22. M√§rz ist das nicht. „Der Bundesrat orientiert sich bei seinem Entscheid an Richtwerten“, h√§lt er fest. Derzeit sind drei der vier Richtwerte, die der Bundesrat f√ľr einen weiteren √Ėffnungsschritt definierte, nicht erf√ľllt.

Ob die epidemiologische Lage eine Lockerung der Massnahmen am 22. M√§rz erlaube, ist f√ľr den Bundesrat noch offen, wie er schreibt. Entschieden werden soll in einer Woche – am 19. M√§rz. Nichtsdestotrotz h√§lt der Bundesrat sein Versprechen und schickt die Lockerungen, die in einem zweiten √Ėffnungsschritt in Kraft treten w√ľrden, bei den Kantonen in die Vernehmlassung.

Gem√§ss dem √Ėffnungsplan sollen Gastro-, Freizeit-, Kultur- und Sportbetriebe eingeschr√§nkt wieder √∂ffnen k√∂nnen. Restaurants und Bars sollen nur ihre Terrassen bewirtschaften k√∂nnen. Anders als vom Gastronomieverband gefordert, bleibt der Innenbereich bei einem zweiten √Ėffnungsschritt geschlossen. Pro Tisch w√§ren draussen vier Personen erlaubt, und alle G√§ste m√ľssten ihre Kontaktdaten angeben. Bars und Diskotheken sollen geschlossen bleiben.

Der Bundesrat will zudem die F√ľnf-Personen-Regel f√ľr private Treffen in Innenr√§umen aufheben. Neu d√ľrften sich zehn Personen treffen. Es wird weiterhin empfohlen, Zusammenk√ľnfte auf wenige Haushalte zu beschr√§nken.

Nachdem in einem ersten √Ėffnungsschritt Kinder und Jugendliche wieder am Breitensport teilnehmen konnten, sollen auch die Auflagen f√ľr Erwachsene gelockert werden. Sportliche und kulturelle Aktivit√§ten sollen auf 15 Personen beschr√§nkt werden. Draussen g√§lte eine Maskenpflicht oder die Abstandsregel – in Innenr√§umen beides. Sportarten mit K√∂rperkontakt und Wettk√§mpfe blieben verboten.

Bei der Maskenpflicht w√§ren Ausnahmen vorgesehen: Im Fitnesscenter d√ľrfte das Ausdauertraining ohne Maske absolviert werden, und auch das Singen im Chor soll wieder m√∂glich sein. Geschlossen blieben hingegen die Schwimmb√§der und Wellnesscenter. Analog zu den L√§den und Museen d√ľrften auch Zoos, botanische G√§rten und andere Freizeit- und Unterhaltungsbetriebe vollst√§ndig √∂ffnen.

Neu sollen auch Veranstaltungen mit Publikum wieder m√∂glich sein. Es g√§lte jedoch f√ľr alle Veranstaltungen eine Masken- und Sitzpflicht. Im Freien w√§re die Besucherzahl auf maximal 150 Personen beschr√§nkt – in Innenr√§umen auf f√ľnfzig Personen.

Schliesslich kommt der Bundesrat eine Forderung der Studierenden und Hochschulen nach und sieht in dem zweiten √Ėffnungsschritt die Wiedereinf√ľhrung des Pr√§senzunterrichts vor – allerdings in sehr kleinem Rahmen. Die Obergrenze von 15 Personen m√ľsste auch bei den Lehrveranstaltungen eingehalten werden.

(text: sda/bild: zvg)

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