30 September 2022

Bundesrat passt Krisenorganisation f├╝r Fall eines Strommangels an

Der Bundesrat schafft wegen des drohenden Gas- und Strommangels eine Kontaktstelle f├╝r die Kantone und die von Gegenmassnahmen betroffenen Wirtschaftssektoren. Zudem hat er am Freitag den Krisenstab genehmigt, der bei Eintreten eines Mangels zum Einsatz k├Ąme.

Die aktuelle Krisenorganisation werde durch eine zentrale Ansprechstelle, einen sogenannten Single Point of Contact, erg├Ąnzt, teilte die Landesregierung am Freitag mit. Aufbauen und f├╝hren werde diese Andr├ę Duvillard, der ehemalige Delegierte des Sicherheitsverbundes Schweiz.

Die Corona-Krise habe gezeigt, wie wichtig es sei, die verschiedenen Partner bereits vor endg├╝ltigen Entscheidungen mit einzubeziehen, begr├╝ndete der Bundesrat den Schritt. Die Kontaktstelle werde ab dem 10. Oktober Anfragen entgegennehmen.

B├╝rgerinnen und B├╝rger sowie einzelne Unternehmen sollen sich den Angaben zufolge weiterhin an die entsprechende Hotline wenden.

Weiter entschied der Bundesrat, wie der Krisenstab aussehen soll, der eingesetzt w├╝rde, falls es tats├Ąchlich zu einem Mangel kommt. Der Stab wird laut Mitteilung aktiv, wenn der Markt nicht mehr eigenst├Ąndig funktioniert und Verbote und Verwendungseinschr├Ąnkungen notwendig werden.

Angeh├Âren sollen dem Krisenstab demnach unter anderem die Generalsekret├Ąre aller Departemente sowie Werner Meier, der Delegierte f├╝r wirtschaftliche Landesversorgung. Dazu stossen weiter Vertreter der Kantone und der Direktor des Bundesamts f├╝r Energie, Beno├«t Revaz. Eingebunden werden auch Duvillard, Swissgrid-Chef Yves Zumwald, die Eidgen├Âssische Elektrizit├Ątskommission (ElCom) und das Staatssekretariat f├╝r Wirtschaft (Seco).

Vertreten sein werden gem├Ąss dem Plan unter anderen auch Carbura, die Schweizerische Pflichtlagerorganisation f├╝r fl├╝ssige Treib- und Brennstoffe sowie der Verband Schweizerischer Elektrizit├Ątsunternehmen (VSE).

(text:sda/bild:sda)