20 April 2021

Bund unterzeichnet Vertrag f├╝r Corona-Medikamente von Roche

Der Bund hat mit dem Pharmahersteller Roche einen Vertrag f├╝r die Beschaffung von Medikamenten gegen das neue Coronavirus abgeschlossen. Es handelt sich um sogenannte monoklonale Antik├Ârper-Kombinationstherapien. Die ersten Lieferungen werden Mitte Mai 2021 erwartet.

Es handelt sich um 3000 Dosen des Antik├Ârper-Cocktails, wie das Bundesamt f├╝r Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte. Zur Vertragssumme wurden keine Angaben gemacht.

Bei den Medikamenten handelt es sich um eine Mischung der Antik├Ârper Casirivimab und Imdevimab. Diese wurden vom US-Biotechnologieunternehmen Regeneron Pharmaceuticals in Partnerschaft mit Roche entwickelt wurden. Sie sollen eine Resistenz gegen das Coronavirus erzeugen.

Diese einmalig intraven├Âs im fr├╝hen Krankheitsstadium verabreichten Medikamente verhindern das Eindringen des Virus in die Zelle und senken laut ersten Studien das Erkrankungsrisiko deutlich. Vorbild und Grundlage sind Antik├Ârper, die aus dem Plasma eines Menschen gewonnen werden, die Covid-19 ├╝berstanden haben.

Medikamente mit monoklonalen Antik├Ârpern gibt es bereits seit den 1990er-Jahren. Sie wurden bisher meist gegen Krebserkrankungen oder Autoimmunkrankheiten eingesetzt.

In der Schweiz empfahl die Swiss National Covid-19-Taskforce des Bundes den Einsatz solcher Medikamente. Die Arzneimittel haben noch keine Zulassung. Sie d├╝rfen daher nur ausnahmsweise verschrieben werden.

Der Bund ├╝bernimmt die Kosten der Behandlungen bis sie von der obligatorischen Krankenversicherung verg├╝tet werden. Die ersten Behandlungen sollen ab Mitte Mai f├╝r bestimmte Risikopatientinnen und -patienten verf├╝gbar sein, wie der Bund mitteilte.

(text:sda/bild:archiv)