11 Oktober 2021

BKW: Norwegisches Gericht entzieht Teil des Fosen-Windparks Lizenz

Das h├Âchste norwegische Gericht hat das umstrittene Windkraftprojekt auf der Halbinsel Fosen im Westen des Landes, an dem der Berner Energiekonzern BKW auch beteiligt ist, gestoppt. Das Gericht hat f├╝r f├╝r zwei Anlagen dem Windparkbetreiber ausgestellte Lizenz sowie die Genehmigung zur Landenteignung f├╝r ung├╝ltig erkl├Ąrt, wie verschiedene Medien am Montag berichten.

Mit diesem Urteil habe das Gericht festgestellt, dass die Rechte der S├╝dsami-Gemeinschaften durch den Bau der Windkraftanlage Fosen Vind verletzt wurden, schreibt die Gesellschaft f├╝r bedrohte V├Âlker (GfbV) in einer Stellungnahme. Dies sei als Signal an die Energiebranche zu werten, dass auch bei Projekten zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen die Rechte der indigenen Gemeinschaften respektiert werden m├╝ssten.

Die BWK nimmt das Urteil zur Kenntnis. Es komme f├╝r alle Fosen-Projektpartner ├╝berraschend, heisst es auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Denn die norwegischen Beh├Ârden h├Ątten die endg├╝ltige Genehmigung nach einem langen und gr├╝ndlichen Genehmigungsverfahren erteilt und es seien dabei alle betroffenen Parteien konsultiert worden.

Nun werde die Windparkgesellschaft Fosen Vind DA das Urteil mit den Beh├Ârden analysieren, schreibt die BKW weiter. Die Fosen-Windparkanlagen stehen in der Kritik, da ein Teil davon auf einer der wichtigsten Rentier-Winterweiden der lokalen S├╝dsami-Gemeinschaft errichtet wurde.

Die BKW h├Ąlt an der Betreiberin der insgesamt sechs Windparks zusammen mit vier weiteren institutionellen Anlegern, dazu z├Ąhlt auch die Credit Suisse, ├╝ber die Nordic Wind Power DA einen Anteil von 40 Prozent. Die gr├Âsste Beteiligung h├Ąlt mit 52 Prozent der staatliche norwegische Energiekonzern Staatkraft.

(text:sda/bild:pexels)