31 MĂ€rz 2021

Bisher 27 Menschen in Lawinen ums Leben gekommen

Im zu Ende gehenden Winter sind mehr Menschen in Lawinen ums Leben gekommen als im langjĂ€hrigen Durchschnitt. Das Institut fĂŒr Schnee- und Lawinenforschung hat bisher 27 Todesopfer und eine vermisste Person gezĂ€hlt.

Im 20-Jahres-Mittel seien es 18 Tote, teilte das Davoser Institut fĂŒr Schnee- und Lawinenforschung SLF am Mittwoch in einer vorlĂ€ufigen Bilanz mit. Es gerieten auch mehr Menschen in Lawinen. Bisher 296 Personen wurden diesen Winter von einer Lawine erfasst. Im Mittel der letzten 20 Jahre waren es 177 Personen.

Höher als ĂŒblich war auch die Zahl der Lawinen: Seit 1. Oktober und bis Dienstag (30. MĂ€rz) wurden 318 Lawinen mit Personen- und SachschĂ€den registriert, davon 215 Personenlawinen. Das seien etwa doppelt so viele wie ĂŒblich, schrieb das SLF. Etwas ĂŒber dem Mittel lag auch die Zahl der Lawinen, die SachschĂ€den verursachten.

Alle 27 tödlich VerunglĂŒckten waren Wintersportlerinnen und -sportler, die laut SLF im ungesicherten GelĂ€nde verunfallten. Elf waren auf Touren gewesen, 16 hatten Variantenabfahrten unternommen. Einen Unfall gab es im Jura, wo tödliche LawinenunfĂ€lle selten sind.

Das SLF nennt mehrere GrĂŒnde fĂŒr die höhere Zahl von Lawinenopfern: schwache Altschnee-Schichten, mehrmals grosse Neuschneemengen, zum Teil sehr grosse Lawinen und mehr UnfĂ€lle von Variantenfahrern. Eine abschliessende Bilanz der LawinenunfĂ€lle zieht das SLF jeweils Ende September, am Ende des hydrologischen Jahres.

(text:sda/bild:archiv)