25 Mai 2021

Biden und Putin treffen sich im Juni in Genf zu Gipfel

Das von US-PrÀsident Joe Biden vorgeschlagene Gipfeltreffen mit Kremlchef Wladimir Putin findet am 16. Juni in Genf statt. Das teilten das Weisse Haus und der Kreml am Dienstag fast zeitgleich mit. Putin hatte lange offengelassen, ob er Bidens Einladung zu einem persönlichen Treffen annimmt.

Ziel sei die Entwicklung der russisch-amerikanischen Beziehungen, hiess es in der Mitteilung des Kreml. Erörtert werden sollten auch internationale Fragen, darunter der Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Lösung regionaler Konflikte.

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, teilte mit, Biden und Putin wĂŒrden “die gesamte Palette” drĂ€ngender Fragen besprechen. Ziel sei es, “Vorhersehbarkeit und StabilitĂ€t” in den bilateralen Beziehungen wiederherzustellen.

Bidens erste Auslandsreise fĂŒhrt ihn im Juni zum G7-Gipfel (11. bis 13. Juni) nach Grossbritannien und zum Nato-Spitzentreffen (14. Juni) nach Belgien. In BrĂŒssel ist am selben Tag zudem ein Spitzentreffen der USA und der EU geplant. Danach reist er nach Genf weiter.

Bei den GesprĂ€chen solle es auch um die RĂŒstungskontrolle und die strategische StabilitĂ€t in der Welt gehen. Eine Tagesordnung stehe aber noch nicht, hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow zuvor gesagt.

Ungeachtet der Vorbereitungen machte der Kreml fast tĂ€glich deutlich, dass Putin die Entscheidung ĂŒber die direkten GesprĂ€che noch treffen mĂŒsse – auf Grundlage einer detaillierten Analyse ĂŒber den Sinn eines solchen Gipfels.

Nach Konsultationen von Bidens Nationalem Sicherheitsberater Jake Sullivan mit dem SekretĂ€r des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, hiess es in einer am Montag in Washington und Moskau verbreiteten gemeinsamen ErklĂ€rung: “Das Treffen war ein wichtiger Schritt zur Vorbereitung eines geplanten Gipfels zwischen den USA und Russland, dessen Termin und Ort zu einem spĂ€teren Zeitpunkt bekanntgegeben werden.” Die GesprĂ€che verliefen demnach konstruktiv “und ermöglichten trotz noch bestehender Differenzen ein besseres VerstĂ€ndnis fĂŒr die gegenseitigen Positionen.”

Am vergangenen Mittwoch waren US-Aussenminister Antony Blinken und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow im islĂ€ndischen Reykjavik zusammengekommen. Seither war fast tĂ€glich mit einer Entscheidung ĂŒber den Gipfel gerechnet worden.

(text:sda/bild:sda)