15 Februar 2022

Besserer Schlaf dank weniger Handy-Konsum

Ein grosser Teil der Bevölkerung geht zu spĂ€t ins Bett und riskiert dabei eine ÜbermĂŒdung. Ein chronischer Schlafenzug hat jedoch gravierende Folgen fĂŒr die Gesundheit. Gerade der Smartphone-Konsum am Abend kann die Schlafhygiene negativ beeinflussen. Das Projekt «#ZEITGEWINN» des Blauen Kreuzes Bern-Solothurn-Freiburg konnte im letzten Jahr ĂŒber 800 Lernende ab Oberstufe dabei unterstĂŒtzen, ihr Smartphone massvoll zu nutzen und ihre Schlafhygiene zu verbessern.

828 Lernende in Oberstufen-, Mittel- sowie Gewerbeschulen nahmen mit ihren Lehrpersonen zwischen Oktober und Dezember 2021 die Herausforderung an, das Smartphone abends möglichst massvoll zu nutzen. Die Nutzungszeit zeichnete dabei die App «#ZEITGEWINN» auf und die verbachte Nutzungsdauer wurde im Dashboard angezeigt. Nach der Aktion durften Lernende, Lehrpersonen sowie die Erziehungsberechtigten ein schriftliches Feedback zum Projekt abgeben. Das Blaue Kreuz erhielt 518 RĂŒckmeldungen. Die Ergebnisse zeigen, dass 69 % der Lernenden der Ansicht waren, dass sie aufgrund der Aktion weniger Zeit am Smartphone verbracht haben. Die damit neu gewonnene Zeit wurde primĂ€r dazu genutzt, um Sport zu treiben, zu lesen oder mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Auch half die Aktion den Lehrpersonen sowie den Erziehungsverantwortlichen, das Thema Medienkonsum (erneut) aufzugreifen.

Neu erhielten die Lernenden auf Wunsch hin einen physischen Wecker. 554 Jugendliche nahmen das Angebot in Anspruch und laut Befragungsergebnissen nutzten 47.6 % der Teilnehmenden anstelle des Handyweckers den normalen Wecker und konnten so manchmal frĂŒher einschlafen. Weiter beinhaltete die App einfache Tipps zur Schlafhygiene sowie die Möglichkeit zur persönlichen Einstellung, wann das Nachtlicht (Android) / Night Shift (iOS) tĂ€glich aktiviert und deaktiviert werden soll. «Mit diesen Massnahmen wollten wir auf die Wichtigkeit der Schlafhygiene aufmerksam machen, denn es ist bekannt, dass genĂŒgend Schlaf sich direkt positiv auf die Gesundheit auswirkt.» so Markus Wildermuth vom Blauen Kreuz.

(text:pd/bild:blaueskreuz)