2 Juli 2021

Berner Regierungsrat passt HĂ€rtefallverordnung an

Der Bundesrat hat am 18. Juni 2021 beschlossen, das Modell «HĂ€rtefall im HĂ€rtefall» auch auf kleine Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 5 Millionen Franken auszuweiten. Der Regierungsrat hat die kantonale HĂ€rtefallverordnung Link öffnet in einem neuen Fenster. entsprechend an die Bundesverordnung angepasst. Das Modell findet Anwendung bei Unternehmen, die mehr als 70% Umsatzeinbusse erlitten haben. Die HöchstbetrĂ€ge der UnterstĂŒtzung werden auch fĂŒr kleine Unternehmen auf 30% des massgebenden Umsatzes erhöht und der absolute Höchstbetrag wird fĂŒr kleine Unternehmen auf 1.5 Millionen Franken pro Unternehmen angehoben.

Im Rahmen der VerordnungsĂ€nderung vom 7. April 2021 hat der Regierungsrat allen Unternehmen in Aussicht gestellt, dass sie im spĂ€teren Verlauf des Vollzugsprogramms ihren Erstentscheid einmalig wiedererwĂ€gen lassen können, insbesondere um das HĂ€rtefallprogramm zu wechseln oder um die Umsatzperiode von 12 Monaten neu festzulegen. In der kantonalen HĂ€rtefallverordnung wird daher eine neue Regelung integriert, damit diese SchlusswiedererwĂ€gungen vorgenommen werden können. Damit schafft der Regierungsrat die Grundlage fĂŒr einen vereinfachten und geordneten Abschluss des HĂ€rtefall-Programms per 31. August 2021.

Der Wirtschaftsdirektor Christoph Amman zieht gegenĂŒber Radio BeO ein positives Fazit zum kantonalen HĂ€rtefallprogramm. So sei der Kanton Bern schnell gewesen, schneller etwa als der Kanton ZĂŒrich und habe kaum Beschwerden erhalten – in ZĂŒrich seien es dem Vernehmen nach hunderte gewesen. Bis heute habe man gut 3500 Gesuche abgearbeitet und rund 230 Millionen Franken an die Unternehmen ausbezahlt. Dies auch dank dem grossen Einsatz seiner Direktion, das erfĂŒlle ihn schon ein wenig mit Stolz.

(text:pd,cs/bild:beo)