11 M├Ąrz 2021

Berner Regierung will Jugend-und Kinderheime ausgliedern

Der Regierungsrat beaantragt dem Grossen Rat einen Kreditantrag von 107 Millionen Franken.

Das soll als Startkapital f├╝r die Jugend-und Kinderheime dienen, wenn sie in den Selbst├Ąndigkeit gehen.┬á Der Grund f├╝r die Ausgliederung ist das neue Steuerungs- und Finanzierungsmodell in der Kinder- und Jugendhilfe, welches eine Gleichbehandlung der insgesamt 97 Einrichtungen n├Âtig macht schreibt der Kanton.

Betroffen sind das Jugendheim Lory in M├╝nsingen, die Beobachtungsstation Bolligen, das p├Ądagogische Zentrum f├╝r H├Âren und Sprache M├╝nchenbuchsee, das Zentrum f├╝r Sozial- und Heilp├Ądagogik Landorf K├Âniz – Schl├Âssli Kehrsatz und das Schulheim Schloss Erlach. Die f├╝nf Institution sollen sich k├╝nftig als Stiftung organisieren, wobei BeoBolligen und das Jugendheim Lory sich zusammenschliessen.

Unausgereifter Schnellschuss

Gegen diese Ausgliederung ist im Moment die SVP Bern. „Im Eilverfahren sollen f├╝nf kantonale Institutionen verselbst├Ąndigt werden“, schreibt die SVP Bern. „Dies ohne Handlungsbedarf, ohne seri├Âse Planung und ohne ordentlichen Einbezug der finanzkompetenten Organe bei den Projektierungskosten. “ Deshalb will die SVP Bern dieses Gesch├Ąft zur├╝ck an den Absender schicken.

Ball nun beim Grossen Rat

Der Kreditantrag von 107 Millionen Franken wird jetzt dem Grossen Rat unterbreitet, damit dieser in der Sommersession dar├╝ber beraten kann. Sollte dieses Gesch├Ąft angenommen werden, ist der Gang in die Selbst├Ąndigkeit per 2023 geplant.

 

(text:pd&fls/bild:jugendheim lory, m├╝nsingen)