Radio BeO PayWall

Freischalten des kostenpflichtigen Inhalts für 24h:
Senden Sie eine SMS (80Rp./SMS) an die Nummer 959 mit dem Wort "WEB".





 

Mediainfo

Wird geladen...
Logo

Zurück zur Übersicht

Berner Oberland: Kantonspolizei sorgt zum Schulanfang für Sicherheit im Strassenverkehr

Am Montag beginnt im Kanton Bern wieder die Schule. Hunderte Kinder sind zum ersten mal auf dem Weg in den Kindergarten oder die Erste Klasse. Damit es zu einem unfallfreien Schulbeginn kommt, ist die Polizei vor Ort, führt Kontrollen durch und gibt Tipps.

Am 10. August beginnt im Berner Oberland der Schulunterricht nach den Sommerferien. Gerade viele kleinere Kinder machen sich dabei zum ersten Mal auf den Weg in den Kindergarten oder in die Schule. Die Kantonspolizei Bern ist in den nächsten Wochen vermehrt auf Schulwegen präsent, bestätigt Michael Mischler, Gruppenleiter Verkehrprävention Berner Oberland gegenüber Radio BeO. Die sieben regionalen Verkehrsinstruktoren werden dabei von der mobilen Polizei unterstützt um eine möglichst flächendeckende Schulwegüberwachung sicherzustellen.

Vor den Zebrastreifen stehen die Räder still

Besonders während der Schulzeit heisst es für Fahrzeuglenkende gerade im Umfeld von Schulen, Haltestellen von Schulbussen und in Wohnquartieren besonders grosse Umsicht und Vorsicht walten zu lassen. Kinder in Strassennähe können immer wieder überraschen, erklärt Nicolas Kessler von der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU): Kinder seien mit den vielen Eindrücken oft überfordert oder verhalten sich anders als Erwachsene im Strassenverkehr. Auch können sie Fahrtgeschwindigkeiten schlechter einschätzen, seien kleiner und würden drum weniger sehen und seien schnell abgelenkt. Darum sei es wichtig, Kinder in Strassennähe immer im Auge zu behalten.

Richtiges Verhalten für Fahrzeuglenkende bedeutet, mit dem Auto vollständig vor dem Zebrastreifen anzuhalten. Kinder würden im Verkehrsunterricht lernen, die Strasse erst zu überqueren, wenn das Auto ganz stillsteht, erklärt Michael Mischler. Auch solle man da geduldig sein, damit das Kind genügend Zeit hat, auch beim anderen Fahrstreifen sicher zu gehen, dass kein Fahrzeug kommt oder dieses vollständig stillsteht. Von Handzeichen rät die Polizei explizit ab, weil das Kind sich sonst in falscher Sicherheit wägen und einfach losrennen könnte, ohne dabei auf weitere Gefahren, wie zum Beispiel den Gegenverkehr, zu achten.

Auch Eltern in der Pflicht

Die BfU rät den Eltern vor Schulbeginn den Schulweg ein paar mal zu üben, d.h. ihn mit den Kindern abzugehen. Dabei sei es auch wichtig, dass Eltern ihren Kindern bei anspruchsvollen Stellen das richtige Verhalten zeigen. Dabei sei auch der kürzeste Weg zur Schule nicht immer der sicherste – oft würde sich auch ein Umweg lohnen, zum Beispiel durch einen Park oder eine Quartierstrasse.

Alle Erwachsenen, nicht nur Eltern, müssen sich im Strassenverkehr ihrer Vorbildfunktion bewusst sein, erklärt Michael Mischler von der Kantonspolizei weiter, Kinder würden das Verhalten der Erwachsenen gerne imitieren.