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Berner Oberland: BLS reduziert Angebot auf dem Thuner- und Brienzersee

Im Vorjahresvergleich sind in diesem Sommer ein Drittel weniger Passagiere auf dem Thuner- und Brienzersee unterwegs. Deshalb reduziert die BLS die Anzahl der Schiffskurse auf den beiden Oberländer Seen ab dem 10. August 2020. Ausserdem soll in der Schifffahrt wieder Kurzarbeit angeordnet werden.

Ab Montag, 10. August bietet die BLS weniger Schiffskurse auf dem Thuner- und Brienzersee an. Grund ist ein Rückgang der Passagierzahlen: Seit der Einführung des Sommerfahrplans am 4. Juli 2020 sind im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich ein Drittel weniger Gäste auf dem Thuner- und Brienzersee unterwegs. Die BLS geht davon aus, dass die Nachfrage weiter sinken wird, weil in vielen Regionen der Schweiz die Sommerferien enden und wegen der Coronakrise wenig ausländische Feriengäste im Berner Oberland unterwegs sind. Auch lassen die Frequenzen vermuten, dass sich die am 6. Juli eingeführte Maskentragpflicht auf den Schiffen negativ auf die Passagierzahlen auswirkt. Die BLS plädiert deshalb dafür, die Maskentragpflicht auf den Aussendecks aufzuheben. Der Schweizer Verband der Schifffahrtsgesellschaften hat einen Brief mit der entsprechenden Forderung an den Bundesrat geschickt, wie die BLS auf Anfrage von Radio BeO bestätigt. In den Innenräumen der Schiffe unterstütze die BLS die Tragpflicht weiterhin.

Ab dem kommenden Montag fallen auf dem Thunersee unter der Woche zwei Kurse Thun–Interlaken West–Thun aus, samstags und sonntags gilt weiterhin der aktuelle Sommerfahrplan. Auf dem Brienzersee wird das MS Jungfrau nicht mehr eingesetzt, das aktuell täglich einmal von Interlaken Ost nach Brienz und zurück fährt. Bereits seit dem 27. Juli eingestellt sind die Kurzrundfahrten, die zwei Mal täglich verkehren und auf ausländische Gäste ausgerichtet sind. Insgesamt reduziert die BLS das Angebot damit um rund 15 Prozent.

BLS führt erneut Kurzarbeit ein

Wegen der Angebotsreduktion will die BLS bei der Schifffahrt erneut Kurzarbeit anordnen. Sie greift dafür auf das vom Kanton bis Ende August bewilligte Kurzarbeitsgesuch zurück. Damit kann die BLS, einen Teil der erwarteten Ertragsausfälle kompensieren, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Bis Ende 2020 rechnet die BLS mit coronabedingten Ertragsausfällen von bis zu 6 Millionen Franken