29 Juli 2021

Berner Bauern rufen Bund und Kanton zum Handeln gegen den Wolf auf

Im Kanton Bern haben der Bauernverband und der Verein Alpwirtschaft nach erneuten Schafsrissen durch den Wolf den Bund und den Kanton zu sofortigen Massnahmen gegen das Grossraubtier aufgerufen. Es brauche dringend ein Konzept, das es erlaube, schnell auf Nutztierrisse zu reagieren.

In der letzten Woche sei es in der Region Meiringen und Brienz zu sieben Schafsrissen innert weniger als sieben Tage gekommen, teilten die Verb├Ąnde in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Der Handlungsspielraum f├╝r das Jagdinspektorat und die Wildh├╝ter sei durch den gesetzlichen Rahmen sehr eingeschr├Ąnkt.

Die ├älplerinnen und ├älpler w├╝rden die fatalen Auswirkungen nach dem Nein des Volks zum revidierten Jagdgesetz im letzten Herbst schonungslos zu sp├╝ren bekommen, erkl├Ąrten die Bauern. Die Vergr├Ąmung des Wolfes bewirke nichts. Es m├╝sse schneller gehandelt werden. Der gegenw├Ąrtige Zustand sei nicht mehr tolerierbar.

Auch im B├╝ndnerland regte sich Widerstand gegen den Wolf. Der Kanton Graub├╝nden k├╝ndigte am Dienstag nach zahlreichen Rissen von Nutztieren auf verschiedenen Alpen an, mindestens einen Wolf zu erlegen. Die W├Âlfe hatten die Nutztiere nicht nur in den bekannten Wolfsgebieten Surselva und Hinterrhein angegriffen, sondern auch im Pr├Ąttigau und im Misox.

(text:sda/bild:pixabay)