27 Juni 2021

Belgien zittert sich in die Viertelfinals

Titelverteidiger Portugal ist an der EM fr├╝hzeitig gescheitert. Das Team mit Superstar Cristiano Ronaldo verliert den Achtelfinal-Kn├╝ller gegen Belgien 0:1.

Die Belgier hatten in der Schlussphase einige bange Momente zu ├╝berstehen, bis der Einzug in die Viertelfinals und der Vergleich mit Italien am Freitag in M├╝nchen in trockenen T├╝chern war. Den Kopfball von Ruben Dias parierte Belgiens Keeper Thibaut Courtois mit den F├Ąusten (82.), eine Minute sp├Ąter bekundete Raphael Guerreiro Pech, als sein Schuss mit dem schw├Ącheren rechten Fuss am Pfosten landete. Und kurz vor Ende der regul├Ąren Spielzeit musste noch einmal Courtois Kopf und Kragen riskieren, als Andr├ę Silva alleine vor ihm auftauchte.

Der portugiesische Ausgleich und damit eine halbst├╝ndige Verl├Ąngerung w├Ąre verdient gewesen. Mit dem R├╝cken zur Wand hatte Trainer Fernando Santos die taktischen Fesseln gel├Âst. Er wechselte in der 55. Minute Bruno Fernandes und erstmals in diesem Turnier auch den Youngster Jo├úo Felix ein. Und die Wechsel zeigten Wirkung. Portugal erh├Âhte den Druck, erarbeitete sich sogleich durch Diogo Jota und Felix zwei Chancen und dr├Ąngte die Belgier immer st├Ąrker in die eigenen Platzh├Ąlfte. Die Partie nahm endlich Fahrt auf.

Zuvor hatte diese im Olympiastadion von Sevilla nicht das gehalten hatte, was die Affiche versprochen hatte. Vor der Pause hatte beide Teams Vorsicht walten lassen, nach dem Seitenwechsel sorgten Fouls und Nickligkeiten daf├╝r, dass der Spielfluss immer wieder unterbrochen wurde. In der Schlussphase musste der deutsche Schiedsrichter Felix Brych aufpassen, dass ihm die Partie nicht entglitt, nachdem er in der ersten Halbzeit in einigen Situationen zu wenig rigoros eingeschritten war.

Die Belgier ihrerseits lieferten trotz des Erfolgs keine ├╝berzeugende Leistung ab. Nur einer von sechs Abschl├╝ssen kam auf das Tor – dieser aber sass. Nachdem sich die beiden Teams, die in der Vorrunde je sieben Tore geschossen hatten, fast eine Halbzeit lang neutralisiert hatten, brachte Thorgan Hazard die Belgier in Front. Der BVB-Angreifer erwischte in der 42. Minute Rui Patricio mit einem Flatterball aus 20 Metern. Der Keeper der Wolverhampton Wanderers, einer der Helden beim EM-Triumph vor f├╝nf Jahren, liess sich d├╝pieren und griff daneben.

Mit Fortdauer der Partie boten sich den Belgiern zwar mehr R├Ąume f├╝r Konter, diese konnten die „Rote Teufel“ allerdings nicht nutzen, was auch mit dem Ausfall von Kevin de Bruyne zu tun hatte. Der Mittelfeldspieler von Manchester City musste kurz nach der Pause das Feld benommen verlassen, nachdem er kurz vor dem Seitenwechsel von Palhinha hart gefoult worden war. De Bruyne war bereits zu Beginn des Turniers verletzt gewesen.

(text:sda/bild:unsplash)