8 September 2021

Belgien und Niederlande sind Einfalltor f├╝r Kokain nach Europa

Belgien und die Niederlande sind laut einem Bericht der europ├Ąischen Polizeibeh├Ârde Europol zu den Hauptumschlagpl├Ątzen f├╝r den Kokainhandel in Europa geworden.

Damit haben sie laut dem am Dienstag ver├Âffentlichten Bericht Spanien als Haupteinfallstor nach Europa abgel├Âst. Kriminelle Organisationen nutzen demnach die H├Ąfen von Rotterdam, Hamburg und vor allem Antwerpen, um die Drogen in die Niederlande zu bringen, von wo aus sie ├╝ber ganz Europa verteilt werden.

Den Bericht hatte Europol in Zusammenarbeit mit dem B├╝ro der Vereinten Nationen f├╝r Drogen- und Verbrechensbek├Ąmpfung erstellt. Demnach nutzen die Drogenkartelle immer mehr Frachtcontainer f├╝r den Drogenschmuggel, wodurch sich der Schwerpunkt der Schmuggelrouten an die riesigen Containerh├Ąfen in Deutschland, Belgien und den Niederlanden verlagert hat.

Im vergangenen Jahr wurden allein im belgischen Antwerpen insgesamt 65,6 Tonnen Kokain beschlagnahmt. Und im Februar diesen Jahres fanden deutsche Zollfahnder im Hamburger Hafen die gr├Âsste Menge Kokain, die bis dahin in Europa beschlagnahmt wurde: 16 Tonnen der Droge in insgesamt f├╝nf Containern aus Paraguay.

Laut dem Bericht hat sich das Angebot an Kokain in Europa in den vergangenen Jahren deutlich erh├Âht. Grund daf├╝r sei das Friedensabkommen zwischen der Ex-Guerillabewegung Farc und der kolumbianischen Regierung im Jahr 2016, das zum Entstehen verschiedener Gruppen f├╝hrte, die um die Kontrolle der Kokainproduktion in Kolumbien konkurrieren.

(text:sda/bild:unsplash)