5 Oktober 2022

Bartgeier fassen im Berner Oberland Fuss

Mit bis zu 2.9 Metern FlĂŒgelspannweite zĂ€hlt er nicht nur zu den grössten flugfĂ€higen Vögeln der Welt, sonder ist auch der grösste Greifvorgel im Alpenraum – der Bartgeier.

FrĂŒher war er unter dem unrĂŒhmlichen Namen LĂ€mmergeier bekannt, weil man glaubte, er jage LĂ€mmer. Auch deshalb wurde der Bartgeier intensiv gejagt und schliesslich 1886 in der Schweiz ausgerottet. Seit 1991 werden Bartgeier in der Schweiz ausgewildert und das mit Erfolg: In keinem anderen Alpenland ist die Wiederansiedlung so erfolgreich wie in der Schweiz: Von den 46 jungen Bartgeiern, die heuer im gesamten Alpenraum ausgeflogen seien, seien es 21 in der Schweiz gewesen, heisst es von der Stiftung Pro Bartgeier. Auch im Oberland fasse der Bartgeier langsam Fuss, so GeschĂ€ftsfĂŒhrer Daniel Hegglin gegenĂŒber Radio BeO. Bereits zum Dritten mal habe das OberlĂ€nder Brutpaar erfolgreich ein Jungtier aufgezogen.

Dem Bartgeier bieten die Schweizer Alpen gute Bedingungen fĂŒr die Ausbreitung vor: Er finde dank der relativ grossen Huftierpopulation relativ viel Nahrung und der Schutz werde in der Stadt gut umgesetzt, so Hegglin weiter. Bartgeier seien Aasfresser und frisst in erster Linie Knochen. Deshalb hat seine PrĂ€senz kaum Auswirkungen auf das Ökosytsem. Hegglin erwartet, dass sich in den nĂ€chsten Jahren weitere Bartgeierbrutpaare im Oberland ansiedeln.

(text:cs/bild:unsplash)