10 November 2021

Bahnverkehr zwischen Lausanne und Genf bis Freitag unterbrochen

Der Bahnverkehr zwischen Lausanne und Genf d├╝rfte wegen einer Gleissenkung bei Tolochenaz VD bis voraussichtlich am Freitagmorgen unterbrochen bleiben. Die Sanierung der Gleise gestalte sich komplizierter als gedacht, teilte die SBB am Mittwochabend mit.

Die zentrale Bahnverbindung im West-/Ost-Verkehr ist seit Dienstag 17.10 Uhr unterbrochen. Der Grund ist eine Gleissenkung in der H├Âhe von Tolochenaz in der N├Ąhe von Morges. Ersten Analysen zufolge ist die Senkung auf Arbeiten eines Drittunternehmens zur├╝ckzuf├╝hren, das ein Rohr etwa zehn Meter unter den Bahngleisen verlegt hatte.

In der Nacht auf Mittwoch f├╝llten Spezialisten der SBB die L├╝cke unter den Gleisen – ein Loch von mehr als f├╝nf Kubikmetern – mit Schotter und Zement. Am Mittwochmorgen zwischen 4 und 5 Uhr wurde dann der Verkehr auf einem Gleis mit reduzierter Geschwindigkeit von 20 Kilometern pro Stunde zun├Ąchst wieder aufgenommen. Allerdings hatte sich im Laufe des fr├╝hen Morgens ein neuer Hohlraum unter den Gleisen aufgetan, so dass der Zugverkehr aus Sicherheitsgr├╝nden erneut vollst├Ąndig eingestellt werden musste.

Die Gleise w├╝rden so rasch wie m├Âglich instandgesetzt, versicherte die SBB. Die Reparaturteams mit insgesamt 20 Mitarbeitenden seien Tag und Nacht im Einsatz. Um die entstandenen Hohlr├Ąume zu f├╝llen und den Boden durch Injektionen zu stabilisieren, wurden allein am Mittwoch mehr als 25 Kubikmeter Beton verwendet.

Die Sanierung der Gleise gestalte sich allerdings komplizierter als gedacht, hiess es am Mittwochabend in einer Zwischenbilanz. Deshalb d├╝rfte der Verkehr erst am Freitagmorgen wieder aufgenommen werden k├Ânnen. Es m├╝ssten noch zahlreiche Sondierungen durchgef├╝hrt werden, um zu sehen, ob der Untergrund auch stabil sei, hiess es bei de SBB auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die SBB baten ihre Kundinnen und Kunden, von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Region abzusehen, und entschuldigte sich f├╝r die Unannehmlichkeiten. S├Ąmtliche Intercity-Z├╝ge fielen aus. Die Regioexpress-Z├╝ge verkehrten auf den Teilstrecken zwischen Genf und Allaman sowie zwischen Lausanne und Morges. Von Zeit zu Zeit verkehrten zudem Sonderz├╝ge zwischen Nyon und Genf. Zwischen Morges und Allaman fuhren Ersatzbusse.

Am Dienstagabend zur Hauptverkehrszeit war es zu l├Ąngeren Wartezeiten gekommen, weil es an Bussen mangelte. An den Bahnh├Âfen in der Region stehe SBB-Personal f├╝r Fragen der Kundschaft zur Verf├╝gung.

(text:sda/bild:unsplash)