11 Dezember 2021

Baerbock: G7-Aussenminister einig bei Russland, China und Iran

Die Aussenminister der f├╝hrenden westlichen Wirtschaftsnationen haben sich nach Angaben der deutschen Aussenministerin Annalena Baerbock auf gemeinsame Grunds├Ątze gegen├╝ber Russland, China und Iran verst├Ąndigt. Die G7-Staaten seien sich einig, dass es in Europa zu keiner Grenzverschiebung kommen k├Ânne, sagte die Gr├╝nen-Politikerin am Samstag nach Beratungen mit ihren Kolleginnen und Kollegen der f├╝hrenden westlichen Wirtschaftsnationen (G7) in Liverpool. Es sei klare gemeinsame Haltung, „dass eine ├ťberschreitung dieser Grenze enorme politische und wirtschaftliche Konsequenzen haben w├╝rde“.

Die G7 agiere als Gruppe, „die nicht gegen jemanden arbeitet, sondern f├╝r etwas eintritt“, betonte Baerbock. Einstimmigkeit gebe es im Hinblick auf China, dass das Land „Partner ist bei all den globalen Fragen, die uns weltweit bewegen, aber eben auch Wettbewerber und Systemrivale“. Die G7 wollten eine Zusammenarbeit mit China unter fairen Bedingungen und der Achtung der Menschenrechte erreichen. Deutschland ├╝bernimmt zum Jahreswechsel von Grossbritannien den Vorsitz der G7, zu der neben Frankreich und den USA auch Italien, Japan und Kanada geh├Âren.

Angesichts der stockenden Atomverhandlungen mit dem Iran in Wien sagte Baerbock, das Angebot der Iraner bedeute, dass man um sechs Monate in den Verhandlungen zur├╝ckfalle. Dies belaste die Gespr├Ąche stark, Vertrauen sei massiv verspielt worden. Es werde dennoch mit Hochdruck an einer diplomatischen L├Âsung gearbeitet. Deutlich sei in Liverpool aber auch die Forderung geworden, dass der Iran handeln und zum Verhandlungsstand von vor sechs Monaten zur├╝ckkehren m├╝sse.

(text:&bild:sda)