24 August 2021

Autodieb in Toffen verletzt Polizisten

Am Montag, 23. August 2021, kurz nach 3.15 Uhr, ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung ein, dass sich in Kirchenthurnen (Gemeinde Thurnen) beim Thurnenholz ein mutmasslich verunfalltes Fahrzeug im Wald befinde. Als die EinsatzkrÀfte vor Ort eintrafen, fanden sie die Meldung bestÀtigt und das verunfallte Fahrzeug verschlossen vor. Es befand sich niemand im Auto. AbklÀrungen beim Fahrzeughalter ergaben, dass das Auto in der Nacht gestohlen worden war. Sofort nahm die Patrouille daher die Nachsuche nach einer möglichen TÀterschaft auf.

Gegen 4.40 Uhr konnte eine verdĂ€chtige Person auf einem Velo in Toffen angetroffen und ĂŒberprĂŒft werden. Dabei stellte sich heraus, dass der Mann den Fahrzeugausweis des verunfallten Autos auf sich trug. Als die Zweierpatrouille den Mann ins Schliesszeug legen wollte, wehrte sich dieser abrupt und heftig, so dass der Polizist und die Polizistin verletzt wurden. Dem Mann gelang die Flucht. Um den Mann zu suchen, wurde in der Folge UnterstĂŒtzung angefordert. Gegen 6.00 Uhr konnte der Mann auf der Belpbergstrasse in Toffen gesichtet, angehalten und unter Gegenwehr arretiert werden. Der Angehaltene wies eine Verletzung auf und verlangte eine Ambulanz; diese wurde entsprechend angefordert. Vor deren Eintreffen begann der Mann erneut, sich massiv zu wehren. Aufgrund des so fĂŒr alle Beteiligten vorhandenen Verletzungsrisikos wurde entschieden, den Mann zu Boden zu fĂŒhren. Aus SicherheitsgrĂŒnden – der Mann wehrte sich körperlich heftig, spuckte unter anderem in Richtung der Polizisten und er schlug sich seinen Kopf mehrmals gegen den Boden – wurde er am Boden fixiert und es wurden ihm ein Spuckschutz sowie Fussfesseln angelegt. HierfĂŒr waren mehrere Polizisten notwendig. Als festgestellt wurde, dass der Mann zeitweise das Bewusstsein verlor, wechselten die EinsatzkrĂ€fte dazu, Reanimationsmassnahmen zu treffen.

Wieder bei Bewusstsein, leistete der Mann wiederum so stark Widerstand, dass er fĂŒr den Transport ins Spital vom inzwischen eingetroffenen Notarzt sediert werden musste. Der 23-JĂ€hrige konnte schliesslich ins Spital gefĂŒhrt werden. Er befindet sich gemĂ€ss aktuellen Erkenntnissen nicht in kritischem Zustand. Die verletzten EinsatzkrĂ€fte begaben sich selbstĂ€ndig in Ă€rztliche Behandlung.