12 Oktober 2021

AusgehbeschrÀnkungen auf Vulkaninsel La Palma aufgehoben

Auf der Vulkaninsel La Palma sind die AusgehbeschrĂ€nkungen fĂŒr etwa 3000 Menschen am Dienstag wieder aufgehoben worden. Es seien keine gesundheitsschĂ€dlichen Gase mehr festgestellt worden, teilten die Behörden mit.

Diese waren am Vortag befĂŒrchtet worden, als bis zu 1200 Grad heisse Lava mehrere Betriebe in dem Gewerbegebiet CallejĂłn de la Gata, darunter auch ein Zementwerk, in Brand gesetzt hatte.

Der Vulkan in der Cumbre Vieja, der keinen offiziellen Namen hat, war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. In den vergangenen Tagen war der Ausbruch heftiger geworden. Immer wieder kam es zu starken Explosionen, Magma wurde in die Höhe geschleudert, Rauch stieg bis in eine Höhe von mehreren Kilometern auf.

Bisher wurden bis zu 1000 GebÀude zerstört und grosse SchÀden in der Landwirtschaft und der Infrastruktur angerichtet. Rund 6000 Menschen mussten ihre HÀuser verlassen.

Der Hauptstrom der bis zu 1200 Grad heissen Lava ergiesst sich schon seit knapp zwei Wochen in den Atlantik und lĂ€sst dort eine neue Landzunge entstehen. Inzwischen bildeten sich zwei Nebenströme, der nördliche wĂ€lzte sich mit zerstörerischer Wirkung durch das Gewerbegebiet, der sĂŒdliche befand sich nur noch 300 Meter von der KĂŒste entfernt.

Auch erschĂŒtterten viele kleine bis mittlere Erdbeben weiter die Kanareninsel vor der WestkĂŒste Afrikas. Seit Montagmorgen waren es etwa 120 mit StĂ€rken bis zu 4,1, wie der staatliche TV-Sender RTVE berichtete.

Der Flughafen der Insel war nach Angaben des Betreibers Aena betriebsbereit. Im Internet wurden FlĂŒge der Fluggesellschaften Binter und Canaryfly zur bekannteren und grösseren Nachbarinsel Teneriffa angekĂŒndigt. Eine Verbindung in die spanische Hauptstadt Madrid wurde jedoch als gestrichen angezeigt. Der Flugverkehr zu den anderen grossen Touristeninseln der Kanaren, Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria oder Lanzarote, lief hingegen normal.

(text:sda/bild:pixabay)