6 Oktober 2021

Auch Tourismusbranche leidet unter Vulkanausbruch auf La Palma

Unter dem Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma leidet auch die dortige Tourismusbranche. Auf der Insel seien zwischen 60 und 80 Prozent der Buchungen f├╝r Oktober storniert worden, beklagte der spanische Abgeordnete des Europaparlaments, Jos├ę Ram├│n Bauz├í, wie die Nachrichtenagentur Europa Press am Mittwoch meldete.

Die Hotels der Insel, die zuvor zu 70 Prozent ausgebucht gewesen seien, w├╝rden jetzt nur noch 15 Prozent ihrer Zimmer vermieten k├Ânnen. „Wir brauchen viel mehr Unterst├╝tzung, auch der Institutionen der EU“, zitierte die Agentur Bauz├í.

Auch der Tourismusbeauftragte von La Palma, Ra├║l Camacho, betonte die Bedeutung des Tourismus, der Inselbewohnern angesichts der Verluste durch den Vulkan eine neue Perspektive bieten k├Ânne. „La Palma ist eine sichere Insel, auf der nur zehn Prozent der Fl├Ąche von dem Vulkan betroffen sind, und die Reiseverbindungen sind sicher“, so Camacho auf Twitter.

Der Vulkan im S├╝den der Insel, die bei Touristen bisher weniger bekannt ist als andere Kanareninseln wie Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria oder Lanzarote, war am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder ausgebrochen. Wie lange er aktiv bleiben w├╝rde, konnten Vulkanologen nicht sagen. Es k├Ânne Monate dauern, hiess es.

Die spanische Regierung hatte am Dienstag ein Hilfspaket in Gesamth├Âhe von 213,7 Millionen Euro beschlossen. Die Gelder seien f├╝r „dringende Massnahmen“ zum „sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbau“ der Atlantik-Insel vor der Westk├╝ste Afrikas vorgesehen. Vergangene Woche hatte Madrid bereits ein erstes Hilfsprogramm von 10,5 Millionen Euro beschlossen.

Die Lava hat seit Beginn des Ausbruchs nach amtlichen Angaben mehr als 1000 Geb├Ąude zerst├Ârt. Rund 6000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. In der Landwirtschaft und an der Infrastruktur gab es grosse Sch├Ąden.

(text:sda/bild: