1 M├Ąrz 2022

Kultur reagiert auf den Ukrainekrieg mit Sanktionen

Der Ukraine-Krieg hat auch Einfluss auf die Kultur im In- und Ausland. So wurde heute Vormittag bekannt, dass der M├╝nchner Oberb├╝rgermeister Dieter Reiter den Chefdirigenten der M├╝nchner Philharmoniker, Valery Gergiev, wegen dessen N├Ąhe zum russischen Pr├Ąsidenten Wladimir Putin entlassen hat. “Gergiev habe sich trotz Aufforderung, sich eindeutig von dem Krieg gegen die Ukraine zu distanzieren, nicht ge├Ąussert”, begr├╝ndete Reiter den Entscheid.
Auch das Verbier Festival hat auf den Einmarsch der Russen in die Ukraine reagiert. Bereits am Montag teilten die Veranstalter mit, dass das Festival die Zusammenarbeit mit Valery Gergiev beendet habe. Gleichzeitig zahlt das Verbier Festival Spendengelder zur├╝ck, die von im Westen sanktionierten Personen stammen. Weiter sollen alle K├╝nstlerinnen und K├╝nstler ausgeschlossen werden, welche sich ├Âffentlich mit dem Kreml solidarisieren.

Heute Nachmittag wurde dann bekannt, dass die russisch-├Âsterreichische Starsopranistin Anna Netrebko am 26. und 29. M├Ąrz nicht im Opernhaus Z├╝rich auftreten wird. Am vergangenen Samstagabend hatte Netrebko zwar den Krieg in der Ukraine “ausdr├╝cklich verurteilt und den Menschen in der Kriegsregion ihr Mitgef├╝hl ausgedr├╝ckt”, schreiben das Opernhaus und sein Intendant Andreas Homoki. Er bewertet dieses Statement als “positiv”, kritisiert aber gleichzeitig, dass sich die S├Ąngerin dar├╝ber hinaus “nicht von Wladimir Putin distanzieren konnte”.
Es sei nicht die Zeit, Musik zu machen und auf der B├╝hne zu stehen, l├Ąsst sich Anna Netrebko in der Mitteilung des Opernhauses zitieren. Sie habe sich entschieden, nicht aufzutreten. Ihr sei diese Entscheidung schwer gefallen, aber sie wisse, dass ihr Publikum diesen Entscheid verstehen und respektieren werde.

(text:ch,sda/bild:unsplash)