18 M├Ąrz 2021

Alpenstudie zeigt viel k├╝rzere Schneesaison als noch vor 50 Jahren

Die Berge der Alpen sind gem├Ąss einer Langzeitstudie im Winter wesentlich weniger lange weiss als noch in den Siebzigerjahren. Die Schneesaison unterhalb von 2000 Metern sei je nach H├Âhenlage und Region um 22 bis 34 Tage k├╝rzer geworden, berichten Forscher.

F├╝r die Untersuchung werteten ├╝ber 30 Wissenschaftler aus allen Alpenstaaten im Auftrag des S├╝dtiroler Instituts Eurac Research in Bozen die Daten aller verf├╝gbaren Messstationen in Frankreich, Italien, der Schweiz, Deutschland, ├ľsterreich und Slowenien einheitlich aus, um die 2000. Es ist die erste derart breit angelegte Studie zum Thema.

Die Schneedecke spielt nicht nur f├╝r die Pflanzen und Tiere der Alpen eine wichtige Rolle, sondern auch f├╝r Wintertourismus, Landwirtschaft, Wasserversorgung und Wasserkraft. Die Forscher aus den sechs Alpenl├Ąndern untersuchten nicht den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Schneedecke. „Doch ist klar, dass der Schnee auf Grund h├Âherer Temperaturen fr├╝her und schneller schmilzt, und Niederschlag als Regen statt als Schnee f├Ąllt,“ sagte Michael Matiu, der bei Eurac Research am Institut f├╝r Erdbeobachtung forscht.

Die mittlere Schneeh├Âhe in den Monaten November bis Mai ist pro Jahrzehnt um durchschnittlich 8,4 Prozent zur├╝ckgegangen, wie die Wissenschaftler errechneten. Obwohl es Unterschiede zwischen den verschiedenen Abschnitten der Alpen gibt, waren laut der Studie die 1970er und 1980er Jahre allgemein schneereich. Danach folgte Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre eine schneearme Phase.

Aus der Schweiz beteiligten sich die Eidg. Forschungsanstalt f├╝r Wald, Schnee und Landschaft WSL und das Bundesamt f├╝r Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz an der Studie.

(text:sda/bild:keystone)