30 April 2021

Aktive Schweizer, aber Etappensieg und Leadertrikot f├╝r Soler

Die 3. Etappe der Tour de Romandie wird zur Beute von Marc Soler. Der Spanier setzt sich in Estavayer solo durch und sichert sich damit auch das gelbe Leadertrikot.

Mit einem R├╝ckstand von 22 Sekunden folgten nach 168,7 km im Sprint der ersten Verfolgergruppe der D├Ąne Magnus Cort Nielsen und der Slowake Peter Sagan auf den n├Ąchsten Pl├Ątzen. In der Gesamtwertung f├╝hrt Soler nun 14 Sekunden vor den beiden zeitgleichen Ineos-Profis Geraint Thomas und Richie Porte.

Der bisherige Gesamtf├╝hrende Rohan Dennis aus Australien verlor das Leadertrikot auch, weil er in der Abfahrt der zweitletzten Steigung im str├Âmenden Regen st├╝rzte und den Anschluss an die Verfolgergruppe bei den widrigen Bedingungen nicht mehr schaffte.

In derselben Abfahrt knapp 15 km vor dem Ziel st├╝rzte auch Stefan K├╝ng. Der Thurgauer, zu diesem Zeitpunkt zusammen mit dem Belgier Kobe Goossens in F├╝hrung liegend, bekundete viel Gl├╝ck. Der Schweizer Meister rutschte auf der nassen Strasse auf dem Mittelstreifen aus und prallte in hohem Tempo in eine Schutzmatte am Strassenrand. K├╝ng erlitt Sch├╝rfungen, konnte die Etappe aber beenden.

K├╝ng hatte einer urspr├╝nglich siebenk├Âpfigen Spitzengruppe angeh├Ârt, zu der mit Stefan Bissegger, Johan Jacobs und Mathias Reutimann drei weitere Schweizer angeh├Ârt hatten. Auf dem Rundkurs um Estavayer verlor im Finale einer nach dem anderen den Anschluss. K├╝ng hatte es wohl auch ohne Zwischenfall nicht bis ins Ziel geschafft. Als Letzter der Fl├╝chtlinge wurde Goossens rund zehn Kilometer vor dem Ziel von der Spitzengruppe gestellt.

Und statt einem Schweizer oder dem Belgier jubelte mit Marc Soler am Ende ein Spanier. Der 27-j├Ąhrige Teamkollege von Jacobs beim Team Movistar hatte 2018 die Gesamtwertung von Paris-Nizza gewonnen und letzten Herbst an der Vuelta eine Etappe gewonnen.

Ob Soler auch in der Westschweiz um den Gesamtsieg wird mitfahren, bleibt abzuwarten. Die Herausforderung f├╝r den Spanier jedenfalls ist gross. Denn am Samstag steht die „K├Ânigsetappe“ von Sitten in die Ski-Station „Thyon 2000“ im Programm. Zwei Steigungen der 1. Kategorie sowie der knapp 21 km lange Schlussanstieg haben die Profis auf den 161,3 km zu bew├Ąltigen. Am Sonntag folgt zum Abschluss der Rundfahrt das Einzelzeitfahren in Freiburg.

 

(text:sda/bild:unsplash)