30 M├Ąrz 2021

Corona-Massentests an Schulen in Thun und Lauterbrunnen

Der Kanton Bern bereitet sich f├╝r Corona-Massentests an Schulen vor. Diese und n├Ąchste Woche finden in sechs Schulen in insgesamt 24 Klassen von der 1. Klasse bis zur Sekundarstufe 2 zwei Pilotversuche f├╝r Massentests statt. Auch Klassen aus Lauterbrunnen und Thun sind am Pilotprojekt beteiligt. Die erste Testrunde startet am 30. M├Ąrz mit operativer Unterst├╝tzung der Kantonspolizei, eine Woche sp├Ąter ist eine Wiederholung vorgesehen. Die Erfahrungen werden in den Fr├╝hlingsferien ausgewertet. Das Testverfahren soll so durchgef├╝hrt werden, dass der Schulbetrieb m├Âglichst wenig gest├Ârt wird und eine hohe Beteiligung sichergestellt werden kann. Sie dienen als Vorbereitung f├╝r die geplanten fl├Ąchendeckenden Testungen an bernischen Schulen nach den Fr├╝hlingsferien. Durch die Testungen sollen Infektionen von symptomlosen Erkrankten fr├╝hzeitig erkannt werden, sodass die Ausbreitung des Coronavirus einged├Ąmmt oder zumindest verlangsamt und der Schulbetrieb aufrecht erhalten werden kann.

Das Testverfahren beruht auf einer Speichelprobe, die unkompliziert in der Klasse gewonnen werden kann. Die Testungen sind freiwillig und anonym. Sie finden einmal pro Woche w├Ąhrend den Unterrichtszeiten statt. Pro Klasse werden maximal zwei Gruppen gebildet und die Speichelproben werden durch Fachleute in sogenannte Pools zusammengef├╝hrt (┬źPooling┬╗). Ein R├╝ckschluss auf einzelne Kinder oder Lehrkr├Ąfte ist ausgeschlossen. Diese Poolproben werden mit einer PCR-Analyse getestet, die eine hohe Pr├Ązision aufweist.

Die Schule wird anschliessend ├╝ber die Testergebnisse informiert, diese meldet es weiter an die Eltern. F├Ąllt das Testergebnis einer Poolprobe positiv aus, m├╝ssen die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aus dieser Poolgruppe in Quarant├Ąne resp. Fernunterricht. Damit der Unterricht sichergestellt ist, kann die Klasse kurzzeitig auf Fernunterricht umgestellt werden. Die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der positiven Poolgruppe m├╝ssen sich am selben oder sp├Ątestens am folgenden Tag, wiederum mit einem Speicheltest einzeln testen lassen. Positiv getestete Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler m├╝ssen in der Quarant├Ąne verbleiben. Der kantons├Ąrztliche Dienst wird sie kontaktieren und die weiteren Anweisungen erteilen. Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der Klasse, die sich nicht am Pooltest beteiligt haben und auch den Einzeltest nicht durchf├╝hren wollen, k├Ânnen vom kantons├Ąrztlichen Dienst ebenfalls in Quarant├Ąne versetzt werden. Die negativ getesteten Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler k├Ânnen wieder am Pr├Ąsenzunterricht teilnehmen.

Die Bildungs- und Kulturdirektion und die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion m├Âchten ab dem 3. Mai fl├Ąchendeckend an Schulen im ganzen Kantonsgebiet die Massentests durchf├╝hren. Das bedeutet, dass ab Mai pro Woche 160ÔÇÖ000 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler sowie Lehrkr├Ąfte getestet werden k├Ânnten. Die geplante Testoffensive wurde mit dem Verband Bernischer Gemeinden und den Sozialpartnern abgesprochen.

(text:pd&msi/bild:archiv)