11 Juli 2022

400 Menschen sitzen nach Schneesturm in Anden fest

In den Bergen an der Grenze zwischen Chile und Argentinien hat ein Schneesturm hunderte Menschen eingeschneit.

Am Sonntag sassen weiter mehr als 400 Menschen, gr├Âsstenteils Touristen und Fernfahrer, bei Temperaturen von minus 10 Grad auf einem Gebirgspass fest, wie ├Ârtliche Beh├Ârden mitteilten.

Auf der argentinischen Seite der Grenze waren zuvor am fr├╝hen Morgen 120 Menschen von Polizei und Milit├Ąr gerettet worden. 200 Menschen sassen aber weiterhin dort fest. In Chile konnten nach Polizeiangaben mehr als 200 Menschen wegen des Schneesturms ihre Fahrt nicht fortsetzen.

Der Sturm hatte am Samstag nach einer pl├Âtzlichen Winddrehung eingesetzt. Hunderte Fahrzeuge wurden auf einer Verbindungsstrasse zwischen Argentinien und Chile in einem Vorgebirge der Anden auf 3000 Meter H├Âhe eingeschneit.

“Es gab Autos, die ihre Fahrt wegen des Nebels nicht fortsetzen konnten und nicht einmal die T├╝ren ├Âffnen konnten, um auszusteigen”, sagte H├ęctor Tello, ein Beamter der Gemeinde Las Heras, dem Sender C5N.

Der Grenz├╝bergang Los Libertadores wurde von den Beh├Ârden geschlossen. “Es herrschen Temperaturen von 10 Grad Celsius unter Null und auf den Strassen hat sich mehr als ein Meter Schnee angesammelt”, sagte Tello weiter. Demnach versorgt die Grenzpolizei die Betroffenen mit warmem Wasser und Lebensmitteln.

Dem Beamten zufolge k├Ânnten die Rettungsarbeiten bis Montag beendet werden. Allerdings seien die Wetterbedingungen weiterhin schlecht. Las Heras liegt in der Provinz Mendoza, rund 1200 Kilometer westlich von Buenos Aires. Die dort aktuell herrschende K├Ąltewelle ist trotz des Winters eher un├╝blich.

(text:sda/bild:unsplash)