24 November 2021

20 Jahre nach Verschwinden: Knochenreste in Norditalien identifiziert

Ein Knochenfund in Norditalien hat Licht in einen Jahre alten Kriminalfall gebracht. Wie die Staatsanwaltschaft in Verbania am Westufer des Lago Maggiore mitteilte, handle es sich um die ├ťberreste eines am 16. Mai 2001 spurlos verschwundenen Mannes aus dem Senegal.

Das h├Ątten Experten in ihren forensischen Untersuchungen herausgefunden. Am Sch├Ądel fanden sie der Mitteilung vom Dienstag zufolge Verletzungen, die vermutlich zum Tod f├╝hrten.

Die Knochen hatte ein Mann am 14. April nahe der Ortschaft Gattico gefunden. Den Ermittlungen zufolge war die Leiche des damals Ende Zwanzigj├Ąhrigen mit einem Plastiksack zugedeckt und vergraben worden. Die Justiz hatte nach eigenen Angaben in den Jahren nach dem Verschwinden gegen dessen Arbeitgeber und einen Angestellten unter anderem wegen vors├Ątzlicher T├Âtung ermittelt. Ein Gericht sprach die beiden im Januar 2005 frei.

Der Rechtsstreit zog sich allerdings ├╝ber mehrere Instanzen. Mehr als zehn Jahre sp├Ąter stand der Freispruch Anfang Juli 2015 definitiv fest. Trotz der neuen Erkenntnisse kann die Staatsanwaltschaft den Fall gegen die M├Ąnner deshalb nicht mehr aufrollen. Die Zeitung „La Stampa“ berichtete am Mittwoch, die beiden seien nach Kalabrien zur├╝ckgekehrt, wo sie 2017 in einer Anti-Mafia-Operation von der Polizei in der Provinz Reggio Calabria festgenommen wurden. Bis vor wenigen Monaten unterstanden sie demnach noch Arrest-Auflagen.

(text:sda/bild:unsplash)