30 Januar 2021

14 Soldaten in Afghanistan durch Anschlag getötet

Durch die Explosion einer Autobombe sind in Ost-Afghanistan mindestens 14 Soldaten getötet worden. Vier weitere wurden am Samstagmorgen bei dem Anschlag in der Provinz Nangarhar verletzt, wie der Provinzrat Adschmal Omar sagte. Der SelbstmordattentĂ€ter, der das Auto gesteuert habe, habe es auf einen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt in dem Bezirk abgesehen gehabt. Örtliche Sicherheitskreise bestĂ€tigten derweil einen Bombenanschlag auf den StĂŒtzpunkt, ohne jedoch weitere Details zu nennen.

ZunĂ€chst bekannte sich keine Gruppe zu dem Anschlag. Sowohl die militant-islamistischen Taliban als auch die KĂ€mpfer des Islamischen Staates sind in der Provinz aktiv und verĂŒben immer wieder grössere oder kleinere AnschlĂ€ge auf SicherheitskrĂ€fte.

Zwischen Afghanistans Regierung und den Taliban laufen seit Mitte September FriedensgesprÀche in Doha. Eine Waffenruhe lehnen die Taliban weiterhin ab. Die USA stehen kurz vor dem Abzug von weiteren 2500 Soldaten aus dem Land. Sie hatten Ende Februar 2020 ein Abkommen mit den Taliban unterzeichnet, das einen schrittweisen Abzug der US-StreitkrÀfte aus Afghanistan vorsieht.

Die Taliban wollen wieder an der Macht beteiligt werden. Sie hatten Afghanistan zwischen 1996 und 2001 regiert. Eine von den USA angefĂŒhrte MilitĂ€rintervention nach den AnschlĂ€gen vom 11. September 2001 in den USA setzte ihrer Herrschaft ein Ende.

 

(SDA)