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Podcasts - Geschichten aus dem Berner Oberland

INTERLAKEN - Entstehung des Bödelis
Der lang gezogene See zwischen Meiringen und Uttigen, genannt Wendelsee, entstand durch den Rückzug des Aaregletschers nach der letzten Eiszeit vor ca. 10‘000 Jahren. Durch die Ansammlung von Geschiebe der Lütschine, des Saxetbaches und dem Lombach sowie aus den Gräben der Schynige Platte entstand ungefähr in der Mitte des Wendelsees das Bödeli.

THUN - Kanderkorrektion 1713
Die Kander floss ursprünglich durch die Thuner Allmend und mündete zwischen Thun und Uttigen in die Aare. In diesem Gebiet verursachte sie immer wieder Überschwemmungen.
Da die Kander in der Region Spiez nur wenige hundert Meter am Thunersee vorbeifloss, fasste man schon früh eine Umleitung ins Auge.

OBERRIED - Explosion in der Feuerwerksfabrik 1959
Seit 1863 existiert die Feuerwerksfabrik Hans Hamberger in Oberried. Am 30. Juli 1959 um 9.35 Uhr kamen bei einer grossen Explosion zehn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ums Leben. Seit diesem tragischen Unfall wird nur noch in kleinen, voneinander getrennten, Gebäuden gearbeitet.

GRINDELWALD - Erstbesteigung der Eigernordwand 1938
Am 24. Juli 1938 drücken sich vier Männer im Schneesturm auf dem 3970 Meter hohen Gipfel des Eigers die Hand. Anderl Heckmair, Wiggerl Vörg, Fritz Kasparek und Heinrich Harrer haben es geschafft. Sie haben das "letzte Problem der Alpen", die Eiger-Nordwand, als erste durchstiegen.

INNERTKIRCHEN - Bau des Wasserkraftwerks der KWO 1932
Im Oktober 1932 nahm Kraftwerke Oberhasli AG ihr erstes Kraftwerk Handeck 1 in Betrieb. 1899 bereits hatte sich ein Zürcher Industrieller um eine Konzession zur Nutzung der Wasserkräfte im Oberhasli bemüht. Vergeblich - ein Vierteljahrhundert später, im März 1925, erteilte der Berner Regierungsrat sie der KWO, die sofort mit dem Bau von Handeck 1 begann. Danach entstand in sieben Ausbau-Etappen ihr heutiger Kraftwerk-Komplex mit insgesamt neun Zentralen.

GSTAAD - Dorfbrand 1898
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte Gstaad ungefähr 150 Einwohner. Das Dorf bestand aus 24 Häusern, sechs Scheunen, einem Landschaftshaus, einem Schulhaus, zwei Wirtschaften und einem Gasthaus mit Post.
In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 1898 verbrannten 12 so genannte Wohnstöcke, drei Scheunen und drei weitere Häuser. Insgesamt wurden 74 Personen obdachlos. Dass es keine Toten gab, grenzte an ein Wunder.

INTERLAKEN - Bödelibahn 1872
Unter der Leitung des bedeutenden russischen Eisenbahnpioniers Leopold Blotnitzki konnte der erste Abschnitt von Därligen nach Interlaken am 12. August 1872 und der zweite Abschnitt von Interlaken nach Bönigen am 1. Juli 1874 eröffnet werden. Um einen konkurrierenden Kanalbau zwischen Thuner- und Brienzersee zu verhindern, plante man die zweimalige Überquerung der Aare in den Bau mit ein.

FRUTIGEN - „Im Bären“
In vielen Orten/Dörfern im Berner Oberland gibt es einen „Bären“ (also ein Hotel oder Rest. Bären). Jedoch in Frutigen nicht, obwohl es auch da viele Beizen gibt. Dafür ist am ehemaligen Bezirksgefängnis („die alti Chefi“) ein grosses Berner Wappen angebracht. Wenn es früher jeweils hiess, jemand sei in Frutigen „im Bären“, war er „äbe“ nicht in der Beiz sondern im Gefängnis.

THUNERSEE - Start zur Schifffahrt 1835
Die Gebrüder Knechtenhofer legten im Jahr 1834 den Grundstein für die Ausflugsschifffahrt auf dem Thunersee. Um Ihr Hotel in Thun zu beleben, bestellten Sie bei der Maschinenfabrik Cavé in Paris ein eisernes 16-PS-Dampfschiff. Bereits im Sommer 1835 nahm die «Bellevue» den Betrieb auf der Strecke Hofstetten – Neuhaus auf, für die es ohne Zwischenhalt 1¼ Stunden benötigte.

INTERLAKEN - Unspunnenfest 1805
Das Unspunnenfest ist ein Schweizer Alphirtenfest, das erstmals am Ende der Helvetik, im Jahr 1805 bei der Wilderswiler Burg Unspunnen durchgeführt wurde. Angeregt wurde das Unspunnenfest von vier aristokratischen Bernburger, Angehörigen also des Berner Patriziates, der führenden Familien in Stadt und Land von Bern.
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